Bariloche

Vamos! Morgen früh geht es endlich wieder bergauf mit uns. Mit dem Auto ging es auch schon bergauf, aber leider nur im wahrsten Sinne, gestern sind wir über den 1300m-Pass im P.N. Puyehue nach Argentinien, genauer Bariloche gefahren. Wobei wir eher hochgeschneckt sind, mit gesunden 20km/h. Ist halt schon etwas älter der Wagen… und etwas beladen. Von der eigentlich großartigen Landschaft haben wir nicht viel mitbekommen, unser Sichtradius betrug meistens zwischen 50 und 200 Metern. Auch sonst war es nicht so erbaulich, seit gestern morgen regnete es eigentlich durchgängig und erst heute am späten Nachmittag gab es wieder regenfreie Stunden. Sogar die Sonne schaut grade raus. Es ist bitterkalt, zwölf Grad. Wie wir erfahren haben, hat es die zuhause zwar auch, aber mit einem Minus davor… wir sollten uns nicht beschweren. Die Nacht vor der Grenzüberquerung haben wir eher ungemütlich auf dem Parkplatz vor einem Ferienwohnungskomplex verbracht, immer darauf bedacht, nicht gesehen zu werden. Der Campingplatz war 300 Meter entfernt, aber mit 14.000 Peso pro Nacht jenseits von Gut und Böse. Die Belohnung für die ungemütliche Nacht bekamen wir am nächsten Morgen, Vulkanaktivität = Thermalquellen. Heiße Quellen sind toll, heiße Quellen bei Regen und Kälte sind großartig.
Zurück zum Auto: Nach der Werkstatt hofften wir, dass alle Probleme sich in Luft aufgelöst hätten… haben sie aber nicht. Es klingt etwas runder, aber eigentlich noch gleich. Gleichzeitig hat die Werkstatt dann doch statt 180.000 knapp 290.000 chilenische Pesos gekostet, das hätten wir uns also sparen können… Höchst ärgerlich, aber jetzt ist es zu spät. Immerhin haben wir eine überholte Kupplung und zwei ausgetauschte (und laut Werkstatt kaputte) Lager. Immerhin fährt der Wagen noch, wir heften es jetzt unter ‘Betriebsgeräusch’ ab und hoffen, dass es sich damit hat.

Morgen früh beginnen wir beide die Nahuel-Huapi-Traverse. Bei der Recherche via google bin ich erstmal auf Bennis alten Blog gestoßen, die Welt ist klein… außerdem sind wir hier in Bariloche auf genau dem richtigen Campingplatz gelandet, denn wir wurden kurz nach Ankunft erstmal von Christian und Nana begrüßt, mit denen wir die Torres-del-Paine-Runde gelaufen sind. Sehr schön, wenn man bekannte Gesichter sieht. Wir haben erstmal zusammen gekocht und waren heute gemeinsam in der Stadt… endlich wieder gutes Eis! Die beiden haben die Traverse schon hinter sich und mich in meinem Vorhaben bestärkt, den mittleren und letzten Abschnitt alleine zu machen. Cora steigt am dritten Tag ab und fährt in der Zeit nach El Bolson, dem 130km südlich gelegenen Hippie-Paradies. Sicherlich auch schön, aber mich zieht es in die Berge. Neben der Villarrica-Traverse, von der ich hoffentlich in einigen Wochen berichten kann, dürfte die anstehende Tour eine der interessantesten auf der Reise sein. Sonntag gibts dann die Bilder… wenn alles gut geht.

[flo]

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