Montevideo

Montevideo war unsere letzte Station, bevor es wieder nach Buenos Aires in bekanntes Gefilde ging. Was soll ich zu der Stadt viel schreiben? Montevideo sieht aus wie Europa, ist mindestens so teuer wie Europa und sogar das Wetter ist wie (zu oft) in Europa: Grau, kalt, nass. Sieben Grad, Nieselregen. Ein perfekter Übergang vom tropischen Iguazu. Das führte dann dazu, dass wir uns in unserem Zimmer verschanzten und ausgesprochen faul waren. Wenigstens ein paar mal sind wir rausgegangen und haben uns die Altstadt mit ihren herrlich heruntergekommenen, leerstehenden Gebäuden angesehen.


die Häuserlücken der Stadt… so schaut es dann aus, wenn es zu spät ist


hat hier jemand hässlich gesagt?


Harte Gegensätze zu Asuncion oder La Paz (hier wird übrigens gebremst am Zebrastreifen – sehr irritierend)


sehr harte Gegensätze!


kaputt und leer… wir wärs mit besetzen? Allerdings… ich vermute, in 20 Jahren schaut das Viertel so aus wie die gentrifizierten Teile von Berlin oder Hamburg. Wer zuviel Kohle hat – wäre sicher ein gutes Spekulationsobjekt…


zugemauerte Fenster…


…aber wenigstens schöne Graffitti

Nachdem die Tage in Montevideo vorbeiplätscherten, fuhren wir mit unserem letzten Nachtbus nach Buenos Aires. Es war wieder so typisch südamerikanisch (sorry für die Klischees, aber leider muss ich das jetzt rauslassen): Nachtbus, Abfahrt um 22:30, fünf Minuten nach dem losfahren wird in voller Lautstärke ein schäbiges B-Movie abgespielt. Kriegsfilm statt schlafen, aaargs! Aber im Gegensatz zu den vorherigen Bussen war die Besatzung diesmal flexibel und hat die Lautsprecher über unseren Köpfen ausgeschaltet. Nach drei Stunden Schlaf waren wir an der Grenze und nochmal viereinhalb Stunden später in Buenos Aires… die Nacht war kurz. Aber wenigstens das Hostel gespart.

In Buenos Aires bin ich jetzt noch meine analoge Mittelformat losgeworden – zwar kaputt, aber hab noch über 20€ von einem Antiquitätenhändler bekommen. Guter Deal! Die nächsten 30€ bekamen wir durch den ‘Parallel-Dollar’, der Kurs lag 20% über dem offiziellen Wechselkurs. Das ist schon etwas seltsam: Jemand ruft Cambio auf der Straße, man vertraut sich ihm an und geht mit in eine der Galerien, um dort in einer Reiseagentur das Geld zu wechseln… legal ist das sicher nicht. Aber Falschgeld war es auch nicht und so freuten wir uns über das Extra. Blöderweise bemerkten wir kurz darauf, dass es etwas zuviel Extra war, ich hatte mich bei meinem Budget etwas verrechnet und so kam es, dass wir noch etwas shoppen mussten. Jetzt hat Cora ihre neuen Schuhe und ich bringe endlich mal was sinnvolles von zuhause mit.

Ja, es geht also dem Ende entgegen… doch dazu schreibe ich, wenn es soweit ist.

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One Response to Montevideo

  1. Bernd says:

    Hallo Ihr Beiden,
    schön das wir Euch bald wiedersehen.
    Viel Erfolg beim Heimflug!!

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