Bolivien und das Ende des Kapitalismus

Haha, eigentlich wollte ich vor der Bergtour nicht mehr schreiben, aber nachdem das Ende des Kapitalismus angekündigt wurde, kommt jetzt doch ein Mini-Post zur allgemeinen Erheiterung.

Und zwar geht es darum, dass Evo Morales den Vertrieb von lizensierten Coca-Cola-Produkten in Bolivien ab dem 21.12.2012 stoppen will – aus bolivianischer Sicht durchaus akzeptabel, stärkt die Heimproduktion von ähnlichen Produkten doch wenigstens ein winziges bisschen die Industrie. Nun ist die bolivianische Reguierung im Zuge des sogenannten ‘Sozialismus des 21. Jahrhunderts’ nicht sparsam mit populistischen Aktionen, sei es die mittlerweile rituelle 1.Mai-Verstaatlichung – diesmal traf es einen Stromkonzert mit spanischem Mutterkonzern – oder eben der Cola-Bann. Das ist ja auch alles gar nicht so verkehrt (optimalerweise nehmen wir mal den Staat weg und nennen es Vergesellschaftung, aber naja, so einfach ist es dann doch nicht), nur bringen mich die markigen Worte häufig zum Lachen. Manchmal auch zum Weinen, aber das ist eine andere Geschichte der politischen Linken Südamerikas.

Ich zitierte den bolivianischen Außenminister Choquehuanca (nach spiegelonline):

“Ich kann bestätigen, dass am 21. Dezember nicht das Ende der Welt kommen wird, wie in einem Film angekündigt. Aber es wird das Ende von Coca-Cola sein und das Ende des Kapitalismus”

und

“Es wird das Ende des Egoismus sein, aber der Beginn einer Kultur des Lebens und eines gemeinschaftlichen Lebens.”

Ach ja. Wäre es doch nur so einfach.

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