Aufwachen: Argentinien

Erster Eindruck: Hier unten ists genauso grau wie zuhause in Erlangen. Aber das täuschte, mittlerweile sind die Wolken weg und am Wochenende soll es auch auf knapp 25°C hochgehen. Doch erstmal eine kleine Rückschau, denn so ganz selbstverständlich ist es nicht, dass wir heute angekommen sind.

Nach drei Stunden ICE und einigen Stunden Schlaf auf dem Flughafenboden waren wir um sieben Uhr beim Check-In von Delta. Kann ja kein Problem sein… denkste! “Sie sind zulange weg. Wir müssen den Flug umbuchen.”. Flug umbuchen, was? Der Supervisor erklärte uns dann, dass Argentinien ja nur 90-Tages-Visa ausgeben würde. Da wir länger da sind und es aussieht als würde wir auch länger bleiben wollen, ging Delta davon aus, dass wir sofort Retour geschickt werden nach der Landung. Also Flug umbuchen auf Januar.
Nach längerer Diskussion wollten sie uns dann auf eigenes Risiko fliegen lassen. Kurz danach hatte ich auch noch schnell einen Flug von Buenos Aires nach Montevideo reserviert… damit es aussieht als würden wir das Land sofort verlassen (was ja auch der Fall ist, nur dass wir es nicht nachweisen konnten).
Damit war dann der Weg ins Flugzeug geebnet. Kann ja nicht mehr viel schief gehen… haha. Wegen eines kleinen technischen Defekts der Klimaanlage ging es mit 15 Minuten Verspätung aufs Rollfeld. Und vom Rollfeld gings direkt auf ein Abstellplatz – die Klimaanlage war wieder kaputt. Drei Stunden später waren wir wieder im Flughafen, durften durch die ganze Einwanderungsprozedur und standen zwei Stunden in der Schlange – Delta hat für 250 Passagiere 3 Schalter zum Umbuchen besetzt. Großes Kino.
Dafür hatten wir Glück – wir wurden mit United Airlines über Washington nach Buenos Aires geschickt. Weniger Glück hatten jene Mitreisende, die tatsächlich nach Atlanta wollten – die wurden mit dem Bus die 1,5h bis Koblenz zum Hotel gefahren und mussten am kommenden Tag fliegen.

United war dann relativ unproblematisch, die 8,5h nach Washington gingen ganz gut rum. Beeindruckendes Bordprogramm, fühlte sich fast wie ein Tag vor dem Fernseher an. Nicht, dass es den bei mir sonst geben würde, aber wirklich langweilig war es erst am Ende.
Die Einwanderungsprozedur in den USA war dann erschreckend unkompliziert… da war das Vorgeplänkel in Frankfurt deutlich stressiger. Also nochmal 10,5 Stunden fliegen, davon 9 Stunden schlafen, über Argentinien aufwachen, Landung, Passkontrolle, durch den argentinischen Zoll, ab in Hostel und erstmal unter die Dusche… angekommen.

Immerhin, der ganze Delta-Stress hat unsere Reisekasse um 600-1200€ Entschädigung für den gecancelten Flug aufgebessert – das soll es zumindestens mir wert gewesen sein. Jetzt freuen wir uns erstmal auf ein sonniges Wochenende in Buenos Aires… die Stadt war bislang ganz interessant. Soviel neue Eindrücke. Aber davon die nächsten Tage mehr.

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