Wochenende

Unser erstes Wochenende in Südmerika ist vorbei. Eigentlich war es ein typisches Wochenende. Kunstmuseum, Spaziergang über den Friedhof und Floh-/Kunsthandwerksmarkt.

Aber vom Anfang.

Samstag morgen sind wir in den Bus gestiegen um nach Recoleta zu fahren um dort ins MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires) zu gehen. Als wir da ankamen, stellten wir jedoch fest, dass es erst um 12 uhr öffnet. Toll. Hätten wir doch mal im lonely planet nachgeschaut…(den übrigens ALLE deutschen Reisenden hier dabei haben…).

Also haben wir die nächste Stunde im nahegelegenen Naherholungsgebiets Recoletas verbracht. Einem Park der eigentlich ganz hübsch war, wären nicht zu allen Seiten die allgegenwärtigen Straßen sichtbar. Dort gab es Palmen, Hunde, Angler und eine Riesenschnecke in einer Pfütze.

Dann zurück zum MALBA. Dies war zwar ganz nett, vorallem architektonisch, die Rolltreppen haben für mich zumindest die Atmosphäre wieder zerstört. (Rolltreppen in Kunstmuseum sind wie Rolltreppen in Buchläden…die haben da nichts zu suchen). Die Bilder, kontemporäre Kunst Lateinamerikas, waren ganz nett, aber das meiste nicht so sehr interessant. Einige wenige Werke waren ganz cool. So waren wir dann auch nach etwas mehr als 2 Stunden wieder draußen.

Dann sind wir über den Kunsthandwerksmarkt in Recoleta und ab auf den berühmten Friedhof. Der ist nicht wie man Friedhöfe bei uns so kennt, mit Rasen und Wegen und Bäumen und so, sondern wirkt eher wie eine Stadt. Überall stehen 2 Meter hohe Gruften nebeneinander….teilweise alt, teilweise modern, einige ziemlich verfallen. Das war schon ganz cool, aber auch etwas gruselig, wenn man so offene, aufgebrochene Gruften sieht und darin die alten Särge, Dreck und Spinnenweben. Haben einige Photos gemacht und das Grab von Evita (Eva Peron) besucht. Danach mit dem Bus wieder zurück zum Hostel.

Sonntag dann morgens Zeit gelassen un etwas rumgegammelt. Dann nach San Telmo gelaufen, zum bekannten Floh- und Kunsthandwerksmarkt. Dieser zog sich die gesammte Defensa lang, bis zur Avenida de Mayo. Von da zum Puerto Madero geschaut. Der konnte uns mit seinen Hochhäusern, Yachthafen und Edelrestaurants aber nicht reizen. Also ab in den nächsten Bus zum Retiro, dem Bahnhof. Dort am Busterminal haben wir dann unsere Bustickets für morgen gekauft, wenn es weiter geht an die argentinisch-uruguayanische Grenze, zu unserem Auto. Vom Retiro mit der Subte (U-Bahn) zurück nach San Telmo. In der U-Bahn-Station irgendwo muss es passiert sein. Plötzlich hatten wir eklig riechende und wie Kotze aussehende Chili-Sauce an unserer Kleidung. Keine Ahnung ob das ein Teil eines Versuchs war uns zu bestehlen oder nur ein dummer Witz bzw. Streich. Meine Laune hat es jedenfalls ziemlich runtergezogen, und das nicht nur, weil wir so mit unseren fleckigen Klamotten über den Markt laufen mussten. Es war auch irgendwie ein Angriff. Nicht dass ich mich danach unsicherer gefühlt habe, aber irgendwie angegriffen. Ich mein, wir haben den Leuten doch nichts getan, warum müssen sie uns den Tag vermiesen?

Der Markt war dann trotzdem noch ganz schön, obwohl wir nichts gekauft haben.(Kommt noch…;). Zurück im Hostel haben wir uns den Bauch mit leckeren Sachen vom Bäcker vollgeschlagen. Die sind hier sooo billig, dass das schwer wird mit Abnehmen. :)

[Cora]

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