Impressionen

Cora hat ja schon alles wesentliche geschrieben. Morgen starten wir nach Colon (an der Grenze zu Uruguay, etwa 5 Busstunden entfernt) und verabschieden uns von Smog-City. Und weils so schön war, gibt es noch ein paar Bilder der letzten Tage. Wenn die Bilder nicht voll angezeigt werden -> [F11] drücken!

Es ist nicht alles Verkehr und Beton…

Aber doch die überwältigende Mehrheit.


Sonntag ist Spaziertag! So schaut Buenos Aires ohne Berufsverkehr aus…


… oder so wie in San Telmo, dem alternativer geprägtem (=besser vermarktbarem…) Künstlerviertel.


Der Kern des Viertels ist noch komplett gepflastert… das Auto ist übrigens kein abgewracktes Relikt, sondern eines von vielen fahrenden “Oldtimern” *hüstel*

Der Markt selber war erstaunlich interessant. Neben der üblichen Scheiße, die rund um den Globus verkauft wird (die immer gleichen Taschen, Schmucksachen etc.) gab es ne Menge Antiquitäten und Nippes:


Leider gab es auch eine erstaunliche Ansammlung von Altnazi-Scheiße. Argentinien war ja eine der beliebtesten Locations, was die Flucht vor den Alliierten nach Beendigung des 2. Weltkrieges anging. Und wer weiß, welche BND-Agenten die Messer schon alle in der Hand hatten :D

Außerdem war ja Sonntag, also gab es die obligatorische Fleischorgie.


Arme Dinger, aber die 80 kg Fleischkonsum pro Kopf müssen ja irgendwo herkommen. Amüsanterweise gab es auf dem Markt auch einen Ministand mit vegetarischen und veganen Gemüsetartes, leider 20 Meter nach dem Supermarkt, in dem wir unser Standardessen (Reis/Nudeln + Soße aus Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Würze) geholt haben.

Zu Recoleta hat Cora ja auch schon was geschrieben. Ziemlich beeindruckend.


…teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, die aufgebrochenen Gruften.

Mehr Bilder gibt es sowohl bei mir als auch bei Cora.

Übrigens, wir hatten wohl doch ziemliches Glück mit dem Flug. Heute wurden über 100 Flüge gestrichen, weil der Puyehue noch immer aktiv ist und der Wind wahrscheinlich grade wieder ungünstiger steht. Ich bin gespannt, wie die Situation in Patagonien ist, nachdem Teile der Region im Sommer unter einer dicken Ascheschicht begraben wurde.

Da Cora grade am skypen ist und ich noch etwas Zeit habe, werde ich die mal nutzen um ein wenig über jene herzuziehen, die denken, dass sie zu den 99% gehören (man bekommt ja auch auf der anderen Weltseite noch ein wenig was mit). Jetzt ist es ja erstmal positiv, dass Menschen erkennen, dass die Gesamtsitation eher nicht so toll ist. Und dass das kapitalistische System daran nicht ganz unschuldig ist. Nur… zum einen manifestiert  dieses sich mit all den negativen Auswirkungen nicht nur in den Banken, die jetzt zum Stellvertreter eines per se ausbeuterischen Systems werden. Zum anderen sollten sich jene, die auf die Straße gehen, überlegen ob sie Teil der Lösung oder eher Teil des Problems sind. Ob sie nicht eher zu den 10% gehören, die sauberes Wasser haben, nicht in sklavenartigen Verhältnissen leben, die Zugang zu medizinischer Versorgung zu Bildung etc. haben. Und ob es nicht sie sind, die diesen Wohlstand auf Kosten anderer halten können.
Immerhin, was nicht ist, kann ja noch werden. Oder auch nicht…

[flo]

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