Grenze & Entre Rios

Also, hier kommt ein kleiner Bericht unserer Tour seit letztem Donnerstag. Die Thermen waren super, so gut, dass ich noch drei Bilder nachreiche:

Uruguay um 18:30

Youtube sei Dank… Der Coleman läuft!

Rokoko-Kröte, wird bis zu 20cm lang.

Uruguay haben wir schnell verlassen, wir sind zurück nach Paysandu gefahren und haben dort bei Alfredo den Ölfilter wechseln lassen. Cora hat auf den 70 Kilometern ihre erste Fahrpraxis bekommen und ich konnte mich zurücklehnen und die Artenvielfalt auf Uruguays Straßen beobachten. Meistens konnte man sogar erkennen, was für ein Tier der Fleischbrei mal war.


Ansonsten eine schöne Strecke.

Von Alfredos Werkstatt aus ging es an die Grenze. Nachdem in Argentinien mittlerweile der Auto(ver)kauf unter Touris verboten ist (bzw. sein sollte) und in den Computern natürlich nicht unser Name für das entsprechende Kennzeichen verbucht war, waren wir etwas nervös. Zu guter Recht! Insgesamt waren wir etwa eineinhalb Stunden im Zollgebäude und meistens damit beschäftigt, ratlose Blicke auf die Fragen der Beamten zu erwidern. Englisch sprach niemand und das Spanisch war katastrophal unverständlich. Irgendwann hatten sie dann verstanden, dass das Auto in Deutschland gekauft wurde, aber in Uruguay stand. Als krönender Abschluss kam dann der vierte oder fünfte Blick in meinen Reisepass und das abgleichen meines Passbildes mit mir. Kann doch nicht sein, diese Frisur! Und die Brille! Also ab ins Auto und die Zweitbrille holen, die ich auf dem Passbild habe. Erst als noch vier weitere Beamt_innen einen Blick auf mich werfen konnten, kam dann das okay – wir waren in Argentinien und in Schweiß gebadet.

Nach der Nacht in Colon ging es nach Parana, wo wir die Nacht bleiben wollten. Etwa 60 km vor der Stadt fing es an zu regnen – aber richtig! Resultat war nach 10 Minuten ein abgelöster Scheibenwischer, den ich fachmännisch mit Kabelbindern (es leben Kabelbinder und Gaffa!) reparieren konnte.

Nachdem wir über Flüsse/Straßen in die Stadt gepflügt sind (es fühlte sich tatsächlich etwas nach Motorboot fahren an), kam mir 200 Meter vor dem Campingplatz die glorreiche Idee, die zugegebenermaßen schöne Aussicht über die Ebene des Rio Paraná anzuschauen. Als dann die Reifen im Schlamm durchdrehten kam mir, dass die Idee eher unintelligend war. Dabei sah es so harmlos aus…
Immerhin war zufällig eine argentinische Großfamilie vor Ort, ich glaube sie fanden es sogar lustig. Spanngurt rausgeholt, dilletantisch am Auto angebracht und raus! Positive Nebenwirkung: Sensibilisierung vor menschenleeren patagonischen Straßen und das Wissen, dass ich mich dringend mit Sachen wie “Wie schleppe ich korrekt ab” befassen sollte.

Der Tag war leider noch nicht zu Ende, am Campingplatz merkten wir, dass wir keinen Strom mehr hatten. Während des Regengusses stank es ziemlich im Auto, wir dachten aber, es sei die eben angemachte Lüftung. Vielleicht haben wir statt dessen den Spannungswächter kaputt gemacht, vielleicht war es auch wirklich die Lüftung und die Batterie ist einfach kaputt… wir werden es sehen. Positive Nebenwirkung: Ich hab doch mehr aus Physik II im 2. Semester mitgenommen als ich dachte und konnte ein wenig Praxiserfahrung sammeln.

[flo]

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